Unsichere zeiten für die wirtschaft – unternehmen sollten aufrüsten

Unsichere Zeiten international und in Deutschland führen dazu, dass viele Unternehmen, die einer großen Konkurrenz ausgesetzt sind, erhebliche Personaleinsparungen vornehmen.

Die Kosteneinsparungen sind jedoch oft weit geringer als das Potenzial, weil das Unternehmen über keine zentrale Kostenkontrolle verfügt.

Aller schlechten Dinge sind drei

  • Allzu wenige Unternehmen besitzen einen Überblick darüber, welche Verträge den gesamten Kosten zugrunde liegen.
  • Laufzeiten, Spezifikationen, Preise, Kontaktpersonen, Rechte und Verpflichtungen sind auf die Regale der Angestellten, ihre Schubladen und Computer verteilt.
  • Wenn die Welle von Kündigungen heranrollt, verschwindet der letzte Rest von Kontrolle – und die Einsparungen fallen weit geringer aus als das Potenzial.

«Ich bin kein Volkswirt. Ich weiß nicht, wie es in der EU und andernorts aussieht. Aber, ich erlebe, wie allzu wenige sich an die ökonomischen Risiken anpassen, an die uns die Medien täglich erinnern. Und das nur, weil sie es unterlassen haben, ein paar preiswerte und einfache vorbeugende Schritte zu tun.»

Lasse Sten, Gründer und Geschäftsführer bei House of Control

Sten spricht hier von Verträgen, die Angestellte im Namen des Unternehmens eingehen und die zum Besten des Unternehmens eingegangen werden, die aber entweder vernachlässigt werden können, wenn es eng wird, oder überhaupt keinen Nutzen für das Unternehmen haben, wenn eine Person das Unternehmen verlässt.

«Es kann um regelmäßige Warenlieferungen an Abonnenten mit mehrjähriger Laufzeit gehen. Der gemeinsame Nenner ist, dass die Verträge der Unternehmen und andere Verpflichtungen sich in Ordnern und auf Servern bei vielen verschiedenen Angestellten befinden. An dem Tag, an dem Menschen das Unternehmen verlassen, gibt es keine Mechanismen um sie aufzuhalten.»

 

Variable Kosten werden zu Fixkosten

Zusätzlich zu Verpflichtungen, die mit dem täglichen Geschäft verbunden sind, kommen Kosten für jeden einzelnen Mitarbeiter: Versicherungen, Trainingsgebühren, Zeitungsabonnements, Handys usw. Unternehmen, die keine Kontrolle haben, erleben, dass so variable zu Fixkosten werden. Man sieht das im Jahresabschluss, aber sie haben keine Kontrolle über die sich dahinter verbergenden Verträge. Lasse Sten fordert alle Unternehmen auf – auch die von internationalen Konjunkturschwankungen unabhängigen – stärker auf die künftigen Verpflichtungen zu achten.